Wir erinnern uns. Jetzt geht es in die heiße Fase. Ich habe beim Letzen mal bei 4 Tagen und 22 h abgebrochen.Weil ich die Nacht nicht mehr abbwarten konnte.
Ich frage mich. Wird es diesmal wieder so sein? Aktuell bin ich bei 4h und 12.h wo ich diesen Beitrag schreibe. Soviel lass dir schon mal gesagt sein. Es ist hart. Verdamt hart. Ich weiß nicht ob ich nicht ab Morgen mit dem Fastenbrechen beginnen werde. EIgentlich reicht es auch. Aber ich würde gerne noch mehr Gewicht verlieren. Ich hab jetzt die 3 Kg Marke geknackt. Das heißt 1 kg Fett und 2 Kg Wasser. Ich habe jetzt ab heute dann 3 Tage Sturmfrei. Mein Mann geht auf reisen. EIgentlich wäre das die perfekte Möglichkeit die Tage nochmal richtig zu nutzen. Aber ich habe einfach kein Bock. Ich möchte was essen.
Gestern waren wir auf einem Fest eingealden. Ich habe durchgehalten. Aber der Geruch von Gebratenen und Kartoffelsalat. Wow. Seit dem hab ich eigentlich schlechte Laune.
Warum? Warum ist für uns Menschen Essen so wichtig? Körperliche sypmtome habe ich gar keine. Was mich wirklich freut. Kein Schwindel. Kein Kopfweh etc.
Was hab ich heute vor? NIX. Ich war noch nicht mal meine 30 Minuten bewegen. Ich bin demotiviert. Ich weiß nicht mal warum. Ich kann doch jetzt schon richtig stolz auf mich sein. Ich muss heute noch frische Brühe kochen. Ich liebe gerade den Geruch von Knollenselerie. Das ist wirklich lecker. Geruchstechnisch versteht sich.
Während ich an den ersten Tagen noch voller Motivation war, fühlt sich heute alles deutlich schwerer an. Die anfängliche Euphorie ist verschwunden und stattdessen frage ich mich immer wieder: „Warum mache ich das eigentlich?“ und „Werde ich durchhalten oder abbrechen?“
Wenn du gerade selbst beim Basenfasten bist und ähnliche Gedanken hast, kann ich dich beruhigen: Du bist nicht allein. Genau diese Phase scheint bei vielen Menschen zwischen Tag 4 und Tag 6 aufzutreten.
An den ersten Tagen war alles neu. Ich hatte ein klares Ziel vor Augen, habe Rezepte ausprobiert und mich bewusst auf die Umstellung eingelassen. Doch inzwischen ist der Alltag zurückgekehrt.
Plötzlich vermisse ich bestimmte Lebensmittel. Ich habe keine Lust mehr, ständig darüber nachzudenken, was ich essen darf und was nicht. Dabei geht es bei mir gar nicht unbedingt um Hunger. Es ist vielmehr die Sehnsucht nach Gewohnheiten und Bequemlichkeit.
Genau das macht Tag 5 so herausfordernd. Der Körper hat sich bereits ein Stück weit angepasst, aber der Kopf stellt die ganze Sache infrage.
Mir wird heute bewusst, dass Basenfasten viel mehr ist als eine Ernährungsumstellung. Es ist auch eine mentale Herausforderung.
Gewohnheiten geben Sicherheit. Wenn plötzlich Kaffee, Süßigkeiten, Brot oder andere liebgewonnene Lebensmittel wegfallen, entsteht eine Lücke. Anfangs wird diese Lücke oft durch Motivation gefüllt. Doch wenn die Motivation nachlässt, müssen Disziplin und ein klares Warum übernehmen.
Genau an diesem Punkt befinde ich mich heute.
Ich merke, wie mein Verstand nach Ausreden sucht:
Die ehrliche Antwort lautet: Ich weiß es nicht.
Aber ich habe heute beschlossen, diese Entscheidung nicht jetzt zu treffen.
Anstatt darüber nachzudenken, ob ich die nächsten Tage schaffe, konzentriere ich mich nur auf heute. Nur auf die nächste Mahlzeit. Nur auf den nächsten Schritt.
Diese Perspektive nimmt den Druck heraus.
Denn oft entsteht der Wunsch abzubrechen nicht aus echtem Bedürfnis, sondern aus einem Moment der Überforderung.
Um durch diesen Motivationstiefpunkt zu kommen, konzentriere ich mich bewusst auf die positiven Veränderungen der letzten Tage. Ich fühle mich leichter.Mein Bewusstsein für Ernährung hat sich verändert.
Und vor allem habe ich mir selbst bewiesen, dass ich fünf Tage konsequent bleiben kann.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Erkenntnis des Basenfastens: Nicht der Verzicht steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, dass man mehr schaffen kann, als man zunächst glaubt.
Tag 5 fühlt sich für mich aktuell nicht nach Erfolg an. Er fühlt sich eher nach Widerstand an. Nach Zweifeln. Nach dem Wunsch, alles hinzuschmeißen.
Doch vielleicht ist genau das der Punkt, an dem die eigentliche Veränderung beginnt. Deshalb werde ich heute nicht abbrechen.Und morgen? Das entscheide ich morgen.Für heute reicht es vollkommen, einfach weiterzumachen.