Wenn meine Zahlen stimmen, habe ich ein Energiedefizit von:
7.952 kcal Defizit an Gesamtkcal
1 kg Körperfett entspricht ungefähr 7.000–7.700 kcal gespeicherter Energie.
Daraus ergibt sich rechnerisch:
ca. 0,82–0,90 kg
Auf der Wage waren es 1,5 kg weniger
Aktuelles Gewicht in der Früh 72,5
Ich muss sagen, mir geht es gut. Ich denke ich habe aus den letzten Fastenrunden, die ich zum Teil auch abbrechen musste sehr viel gelernt.
Faulheit wird bestraft:
Ich habe Bio Gemüse gekocht und dann Salz hinzugegeben. (nicht zu viel)
Ich habe das Glaubersalz und zusätzlich einen Einlauf gemacht.
Und was ich auch noch verändert habe, ich habe Ketone genommen und die Ketonmesstreifen, um zu Messen. So richtig in der Ketonproduktion war ich aber erst gestern Abend.
Und ich habe diesmal auch wieder 1 H Sport gemacht.
Ich muss sagen ich fühl mich wirklich gut. Ich freu mich über die Abnahme und das gibt einen Schub fürs weiterhin danach auch wieder gesünder essen.
Ich freue mich aktuell auch sehr für meinen Körper, dass er eine Pause hat. Das ist doch wunderbar?
Nach etwa 54 bis 72 Stunden Basenfasten beginnt der Körper deutlich sensibler auf Insulin zu reagieren. Da die Kohlenhydratzufuhr reduziert ist und die Glykogenspeicher zunehmend geleert werden, sinkt der Insulinspiegel. Die Körperzellen werden wieder empfänglicher für das Hormon, das den Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert. Eine verbesserte Insulinsensitivität bedeutet, dass der Körper weniger Insulin benötigt, um den Blutzucker zu regulieren. Viele Menschen berichten in dieser Phase von einem gleichmäßigeren Energielevel, weniger Heißhunger und einer besseren Stoffwechselregulation. Dieser Effekt gilt als einer der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile des Fastens und kann langfristig zu einer besseren metabolischen Gesundheit beitragen.
Viele Menschen befürchten vor dem Fasten vor allem eines: den Heißhunger. Tatsächlich können die ersten ein bis zwei Tage herausfordernd sein, da sich der Körper von seiner gewohnten Energieversorgung umstellt. Ab etwa Tag 3 des Basenfastens berichten jedoch viele Fastende von einer überraschenden Veränderung: Die ständigen Gedanken an Essen nehmen ab und Heißhungerattacken werden deutlich seltener.
Der Grund liegt unter anderem in den stabileren Blutzuckerwerten und der verbesserten Insulinsensitivität. Da der Körper weniger starken Blutzuckerschwankungen ausgesetzt ist, entstehen auch weniger plötzliche Hunger- und Gelüstsphasen. Gleichzeitig lernt der Stoffwechsel, Energie effizienter aus den vorhandenen Reserven bereitzustellen. Viele Menschen empfinden dadurch mehr innere Ruhe, eine bessere Konzentration und ein entspannteres Verhältnis zum Essen.
Basenfasten kann somit nicht nur den Stoffwechsel entlasten, sondern auch helfen, das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl wieder bewusster wahrzunehmen.
Am dritten Tag des Basenfastens spüre ich deutlich, dass sich mein Körper umstellt. Das Hungergefühl wird schwächer, die Energie gleichmäßiger und die Waage zeigt erste Erfolge. Nachdem die Kohlenhydratspeicher zunehmend geleert wurden, greift der Körper verstärkt auf seine Energiereserven zurück. Dadurch kann die Fettverbrennung aktiver werden. Gleichzeitig berichten viele Fastende von mehr mentaler Klarheit und einem ruhigeren Gefühl im Alltag. Für mich fühlt sich Tag 3 wie ein Wendepunkt an: Die anfängliche Umstellung ist geschafft und das Basenfasten wird zunehmend leichter.
Zu Beginn des Basenfastens hatte ich die größte Sorge, dass mir mein morgendlicher Cappuccino fehlen würde. Schließlich gehört er seit Jahren fest zu meiner Routine. Überraschenderweise ist genau das bisher nicht eingetreten.
Heute habe ich festgestellt, dass mir nicht unbedingt der Cappuccino selbst fehlt. Es ist vielmehr das Ritual, der Moment der Ruhe und tatsächlich auch der vertraute Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Schon der Geruch einer Tasse schwarzen Kaffees vermittelt mir ein Stück Normalität und Genuss, ohne dass ich ihn trinken muss.
Diese Erfahrung zeigt mir, wie eng Gewohnheiten, Emotionen und Genuss miteinander verbunden sind. Oft vermissen wir nicht das Lebensmittel selbst, sondern das Gefühl, das wir damit verbinden. Das Basenfasten schenkt mir gerade die Möglichkeit, solche Automatismen bewusster wahrzunehmen und neu zu bewerten.
Eine der überraschendsten Veränderungen am dritten Tag des Basenfastens ist für mich das, was heute oft als „Food Noise“ bezeichnet wird. Gemeint sind die ständigen Gedanken an Essen: Was esse ich als Nächstes? Habe ich noch etwas Süßes im Schrank? Worauf habe ich gerade Appetit?
Während diese Gedanken im Alltag oft unbemerkt im Hintergrund laufen, scheinen sie beim Basenfasten deutlich leiser zu werden. Ich denke weniger über Essen nach und verspüre nicht mehr das Bedürfnis, ständig nach dem nächsten Snack zu suchen. Das bedeutet nicht, dass ich keinen Hunger habe – vielmehr fühlt sich mein Hungergefühl klarer und natürlicher an.
Besonders spannend finde ich, dass mir mein geliebter Cappuccino bisher kaum fehlt. Stattdessen reicht oft schon der vertraute Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Das zeigt mir, dass viele Gewohnheiten weniger mit echtem Hunger zu tun haben, sondern vielmehr mit Ritualen, Emotionen und Routinen verbunden sind.
Für mich ist diese innere Ruhe rund um das Thema Essen eine der wertvollsten Erfahrungen des Basenfastens.